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Beispiele für Partizipation im pädagogischen Alltag

Im Kitaalltag erleben die Kinder, wie viel sie bei einzelnen Prozessen mitbestimmen dürfen und welchen Einfluss sie auf die Gestaltung ihres Alltags nehmen können. Wenn von Partizipation gesprochen wird, spricht man von dem Beteiligungs- und Mitbestimmungsrecht der Kinder. Es bedeutet die Meinung der Kinder zu respektieren und zu berücksichtigen. Ebenfalls gilt es die Kinder in ihrer Individualität zu fördern und ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. Partizipation verlangt von uns Erwachsenen, eigene Entscheidungen einzuschränken, Kompromisse zu schließen und auch ein Stück Macht abzugeben. Es bedeutet aber nicht, „gebt den Kindern das Kommando“. Vielmehr stellt es ein Grundprinzip der pädagogischen Arbeit dar. Die Kinder sollen lernen Verantwortung zu übernehmen und lernen ein demokratisches Verständnis zu entwickeln.

Kinder erfahren dadurch, dass ihre eigene Meinung respektiert und auch berücksichtigt wird. Sie wird in Alltägliche Überlegungen mit einbezogen. So lernen sie selbstständiges Handeln und wie sie selbst zu etwas beitragen können.

Die Kinder erleben viele Situationen, in denen sie nach ihrer Meinung gefragt werden und mitentscheiden dürfen. Neben den festen Strukturen und Tagesabläufen dürfen die Kinder selbst entscheiden wo, was und mit wem sie spielen möchten. Dabei können sie sich nicht nur etwas in der eigenen Gruppe suchen, sondern haben auch die Möglichkeit in einer anderen Gruppe, in der Eingangshalle, der Turnhalle oder draußen zu spielen.

Manchmal ist es notwendig Entscheidungen zu treffen, bei denen die Meinung der Kinder nicht berücksichtigt werden kann. Dabei ist es Wichtig den Kindern zu erklären, warum “gegen ihren Willen” entschieden wurde.

Im allmorgendlichen Sitzkreis ist oft zum Schluss die Kleidungsfrage ein Thema. Verschiedene anschauliche Materialien, die wir mit den Kindern gestalten (wie z. B. Wettersymbole oder Fotokarten von Kleidungsstücken) bzw. gemeinsame Überlegungen mit dem Blick nach draußen und der Frage, was hängt an meiner Garderobe, können als mögliche Hilfsmittel zur Entscheidungsfindung beitragen. Außerdem können die Kinder entscheiden, welche Spiele gespielt und welche Lieder gesungen werden. 

Bei der Themenwahl der bevorstehenden Projekte oder sonstigen Angeboten werden alle Kinder mit einbezogen und es werden gemeinsam Ideen gesammelt. Am Ende wird mit allen Kindern abgestimmt welches Thema in der nächsten Zeit gemeinsam erarbeitet wird. Die Kinder haben aber auch danach die freie Wahl, ob sie an den Angeboten teilnehmen möchten.